Anfrage der AfD-Fraktion Heusenstamm betreffend:
Situation und Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendarbeit in Heusenstamm
Sehr geehrte Frau Stadtverordnetenvorsteherin,
wir bitten um Weiterleitung und Beantwortung der folgenden Anfrage an den Magistrat.
Vorbemerkung:
Die Kinder- und Jugendarbeit leistet einen wichtigen Beitrag zur sozialen Entwicklung junger Menschen sowie zur Prävention von Konflikten im öffentlichen Raum.
Heusenstamm verfügt bereits über verschiedene Angebote in diesem Bereich. Gleichzeitig verändern sich Freizeitverhalten, Kommunikationswege und Aufenthaltsorte junger Menschen fortlaufend.
Vor diesem Hintergrund erscheint eine regelmäßige Bestandsaufnahme sinnvoll, um bestehende Angebote transparent darzustellen, mögliche Weiterentwicklungsbedarfe frühzeitig zu erkennen und die Erreichbarkeit für Jugendliche und Familien weiter zu verbessern. Vor diesem Hintergrund wird der Magistrat um umfassende Beantwortung folgender Fragen gebeten.
Fragen:
- Welche Angebote der offenen, mobilen sowie projektbezogenen Kinder- und Jugendarbeit bestehen derzeit in Heusenstamm?
- Welche Träger, Einrichtungen oder Kooperationspartner sind aktuell in die Kinder- und Jugendarbeit eingebunden?
- Wie bewertet der Magistrat die aktuelle Inanspruchnahme der bestehenden Angebote durch Kinder, Jugendliche und Familien?
- Welche Erkenntnisse liegen dem Magistrat über Aufenthaltsorte und Freizeitverhalten von Jugendlichen im öffentlichen Raum in Heusenstamm vor?
- Welche Maßnahmen bestehen derzeit, um Jugendliche auch außerhalb klassischer Einrichtungen zu erreichen?
- Wie werden bestehende Angebote der Kinder- und Jugendarbeit gegenüber Jugendlichen und Eltern kommuniziert?
- Welche digitalen Kommunikationswege werden derzeit genutzt, um Jugendliche und Familien über Angebote zu informieren?
- Sieht der Magistrat derzeit personelle, strukturelle oder konzeptionelle Weiterentwicklungsbedarfe im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit?
- Welche Maßnahmen hält der Magistrat grundsätzlich für geeignet, die Sichtbarkeit und Erreichbarkeit bestehender Angebote künftig weiter zu verbessern?
- Welche Entwicklungen oder Herausforderungen erwartet der Magistrat im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit in den kommenden Jahren?
Anfrage der AfD-Fraktion Heusenstamm betreffend:
Aktuelle Unterbringungssituation von Asylbewerbern und Geflüchteten in Heusenstamm, zur Sicherheitslage sowie zur zukünftigen Kapazitäts- und Standortplanung
Sehr geehrter Frau Stadtverordnetenvorsteherin,
wir bitten um Weiterleitung und Beantwortung der folgenden Anfrage an den Magistrat.
Vorbemerkung:
Die Unterbringung von Asylbewerbern und Geflüchteten im Stadtgebiet Heusenstamm hat sich in den vergangenen Jahren mehrfach strukturell verändert. Nach öffentlich bekannten Angaben standen zeitweise mehr als 500 Unterkunftsplätze zur Verfügung. Gleichzeitig wurde das Containerdorf am Martinsee im Jahr 2025 aufgelöst und die dort untergebrachten Personen auf andere Einrichtungen verteilt.
Parallel dazu wird aus der Bevölkerung immer wieder von Konflikten innerhalb von Unterkünften sowie von Polizeieinsätzen im Umfeld einzelner Standorte berichtet. Zugleich liegen öffentlich nur eingeschränkt aktuelle und systematisch aufbereitete Daten zur tatsächlichen Belegung, zur Sicherheitsentwicklung, zu finanziellen Auswirkungen sowie zur langfristigen strategischen Planung der zuständigen politischen Entscheidungsträger vor.
Gerade nach der Auflösung einer größeren Unterkunftseinrichtung und vor dem Hintergrund möglicher weiterer Zuweisungen besteht daher ein nachvollziehbares öffentliches Interesse an Transparenz über die tatsächliche Situation sowie über die zukünftige Ausrichtung der Unterbringungspolitik.
Ziel dieser Anfrage ist ausdrücklich nicht die Skandalisierung einzelner Sachverhalte, sondern die Schaffung einer belastbaren, vollständigen und faktenbasierten Datengrundlage für eine sachgerechte politische Bewertung und für die Entwicklung langfristig tragfähiger Lösungen – sowohl für die Geflüchteten selbst als auch für die Stadtgesellschaft, die kommunale Infrastruktur und den städtischen Haushalt.
Vor diesem Hintergrund wird der Magistrat um umfassende Beantwortung folgender Fragen gebeten.
Fragen:
- Wie viele Plätze zur Unterbringung von Asylbewerbern und Geflüchteten bestehen aktuell im Stadtgebiet Heusenstamm insgesamt und wie verteilen sich diese auf die einzelnen Standorte (bitte nach Unterkunft und Kapazität aufschlüsseln)?
- Welche Unterkunftsformen bestehen derzeit im Stadtgebiet (bitte aufschlüsseln nach Gemeinschaftsunterkünften, angemieteten Wohnungen und sonstigen Unterbringungsformen)?
- Wie viele Personen sind aktuell im Stadtgebiet untergebracht und wie verteilt sich die tatsächliche Belegung auf die einzelnen Unterkünfte ( bitte zusätzlich aufschlüsseln nach alleinstehenden Männern, alleinstehenden Frauen, Familienverbünden sowie minderjährigen Personen )?
- Wie haben sich die Gesamtkapazitäten sowie die tatsächliche Belegung seit 2022 entwickelt (bitte jahresweise darstellen)?
- Wie hoch ist die durchschnittliche Auslastungsquote der einzelnen Unterkünfte?
- Welche Unterkünfte wurden seit 2022 neu geschaffen, erweitert, reduziert oder geschlossen (bitte chronologisch darstellen)?
- Welche konkreten Auswirkungen hatte die Auflösung des Containerdorfs Martinsee auf die Unterbringungskapazitäten und auf die Verteilung der dort untergebrachten Personen?
- Wie viele Personen verfügen aktuell über
- ein laufendes Asylverfahren,
- einen anerkannten Schutzstatus,
- eine Duldung,
- oder eine bestehende Ausreisepflicht ohne Vollzug
(bitte jeweils nach Anzahl aufschlüsseln)?
- Wie lange beträgt die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in Gemeinschaftsunterkünften?
- Wie viele Polizeieinsätze fanden seit 2022 im Zusammenhang mit Unterkünften oder deren unmittelbarem Umfeld statt (bitte jahresweise sowie nach Deliktsgruppen aufschlüsseln)?
- Welche besonderen Einsatzlagen oder größeren Vorfälle wurden seit 2022 im Zusammenhang mit Unterkünften registriert?
- Welche Maßnahmen zur Konfliktvermeidung, Betreuung und Sicherung bestehen derzeit in den Unterkünften?
- Wie viele Sicherheits- oder Betreuungskräfte sind aktuell je Unterkunft eingesetzt?
- Welche jährlichen Kosten entstehen für Unterbringung, Betreuung, Sicherheit und Verwaltung und wie verteilen sich diese auf Stadt, Kreis und Land (bitte jahresweise seit 2022 darstellen)?
- Welche konkreten Planungen bestehen derzeit hinsichtlich möglicher zusätzlicher Unterbringungskapazitäten, Reservekapazitäten oder weiterer Standortveränderungen im Stadtgebiet?
Joachim Beeg Franziska Köhler
(Fraktionsvorsitzender) (Fraktions-Geschäftsführerin)